#1 Alterungen und Patinierungen von Manuel K 20.06.2021 13:42

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Hallo zusammen,

in der Vergangenheit hatte ich ja schon mal einige Fahrzeuge gealtert. In diesem Bericht werde ich mal versuchen, die bearbeiteten Fahrzeuge noch mal vorzustellen.

Letztens hatte ich auch mal wieder Lust etwas in der Richtung zu machen. Im Prinzip verwende ich immer ähnlich Techniken, teils aber in abgewandelter Form ( Washing und Trockenmalen, ohne Verwendung von Airbrush ). Da ich bei sowas immer viel Zeit und Ruhe benötige und selbst noch viel am probieren bin, gibt es erstmal noch keine Beschreibung und Bilder während der Phasen, sondern gleich das Ergebnis. Mit der Zeit lernt man einfach das Zusammenspiel der Farben und man wird nach und nach erst besser. Also, wenn man damit anfangen möchte, nehmt erst mal billige Wagen und arbeitet Euch langsam vor.


Fleischmann BR 55

















Roco gedeckter Wagen Bauart Bromberg















#2 RE: Alterungen und Patinierungen von Manuel K 20.06.2021 13:42

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal einen Querschnitt meiner gealterten Fahrzeuge zusammengestellt.
Die Fahrzeuge habe ich die letzten Jahre patiniert. Auf Pigmente habe ich verzichtet, stattdessen arbeite ich am liebsten mit den alten Revell System, sowie Tamiya und Vallejo Farben. In jüngster Zeit benutze ich auch viel Revell Aquacolor, wobei diese nicht so schön, wie das alte Revell System bei Patinierungen zu verarbeiten sind. Die Techniken sind Washing, Trockenmalen, Verstaubungen im Fahrwerksbereich z.T. mittels Airbrush. Im Prinzip sind es die selben Techniken, wie sie Matthias in seinem Bericht bestens beschreibt. Anmerkend möchte ich nur dazu sagen, obwohl die Techniken oftmals die selben sind, ist es in der Hauptsache Übung, Übung und Übung. Das menschliche Auge und Geschmacksache spielt ebenso eine Rolle. Grundsätzlich gilt weniger ist mehr, eine dezente Patinierung kommt immer besser. Man sollte vor allem aber auch bedenken in welchem Betriebsstadium man ein Fahrzeug darstellen möchte. Nicht alle Fahrzeuge stehen kurz vor der Ausmusterung.

Nachfolgende Fahrzeuge wurden alle vor 2021 Patiniert, der Grad der Alterung ist von dezente Betriebsspuren, bis kurz vor der Ausmusterung. Die Ladungen sind in der Regel ebenfalls Eigenbau.































#3 RE: Alterungen und Patinierungen von Manuel K 18.09.2021 16:31

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Hallo zusammen,

nachdem ich die letzen Wochen mit Katalogisieren und Forenumbau beschäftigt war, wollte ich gestern zur Abwechslung mal wieder ein wenig Basteln.

Bei der Fahrzeugvorstellung hatte ich es schon mal kurz erwähnt, das ich einen Wagen Roco 46090 offener Wagen Omm37 welcher mal von einem Vorbesitzer etwas versaut wurde.
Gestern nahm ich mir den Wagen vor und patinierte ihn neu.

zuvor



Kurze Beschreibung die das selbst noch nie gemacht haben, aber mal ausprobieren wollen. Hier gehts einfach nur um die Technik Washing. Ein Washing besteht aus einer stark verdünnten, wässrigen Farbe, die nur lasierend, also nicht deckend aufgebracht wird. Mit der Technik lassen sich sehr gut Vertiefungen hervorheben ( z.B. Holzmaserungen, Bretterverschalungen uvm. )

Bewußt habe ich hier nur eine einfache Patinierung an einem Wagen mit Kohleladung gewählt. Grundsätzlich nur mit matten Farben arbeiten! Zuerst habe ich die Radsätze ausgebaut und die Radscheiben in einem Rostbraun gefärbt. Trocknen lassen und die Laufflächen zum Schluß wieder gereinigt. Sie sind bereits wieder fertig zum Einbau.

Das Fahrgestell alterte ich mit einem Washing in KhakiDrab ( z.B. Tamiya XF51 ), stark verdünnt und mit einem Spritzer Spülmittel ( nur bei Farben auf Wasserbasis, bei anderen Farben nehme ich Revell Painta Thinner ) versehen. Das Spülmittel öffnet die Oberfläche und die Farbe verläuft und haftet besser. Die stark verdünnte Farbe wird am komplette Fahrgestell und Unterboden verteilt. Mit der Pinselspitze kann man hierbei auch gut die Farbe auf der Oberfläche schieben, bis man den gewünschten Verschmutzungsgrad erreicht hat. Wieder gut trocknen lassen. Lieber in mehreren Arbeitsgängen erstmal ausprobieren, als einmal zuviel. Hat man Tatsächlich mal zu viel, läßt es sich aber auch gut mit einem Q-Tip, oder Küchenpapier absaugen.
Als Mischungsverhältnis gebe ich nur einen groben Anhaltspunkt, da es sich von Farbe zu Farbe unterschiedlich verhält. 10 Teile Wasser, 1-3 Teile Farbe ( Wasserbasis, Revell Aquacolor ), 1-2 Tropfen Spülmittel.

Hier mal ein Washing, allerdings Bleiche ich in dem Fall die Flächen aus. Aber so dünn sollte die Farbe sein. Das leichte Schäumen kommt vom Spülmittel, falls sich da Bläschen bilden tupft man sie einfach weg.



Am Aufbau kann man vereinzelte Bretter die mal ausgetauscht werden in anderen Brauntönen abweichend lackieren, um so mal ausgetauschte Bretter zu imitieren. Dabei ist drauf zu achten das kein gleichmäßiges Muster entsteht. Nach dem dies getrocknet ist, können wir dem Aufbau ein Washing bei einem Kohlewagen in Schwarz verpassen.

Es gibt nun zwei Dinge die man beachten sollte. Möchte man nur die Streben hervorheben, dann nimmt man einen dünnen Pinsel und setzt in den Ecken der Streben an und fährt mit dem Pinsel an dieser entlang. Möchte man den gesamten Wagen z.B. bei einer Holzwand, die Bretter hervorheben, sollte man den Pinsel immer von oben nach unten führen, so wie auch die typischen Witterungsspuren verlaufen.

Mit dieser einfachen Methode hat man schon mal einen recht ansehnlichen Wagen und die Methode Washing kann man hier sehr gut erlernen. Der so vorbehandelte Wagen, kann aber dann mit weiteren Alterungstechniken ausgebaut werden. Als Übungsprojekt eignen sich einfache offene Wagen, wie in diesem Fall beschrieben mit oder ohne Koheleladung schon sehr gut.

Hier mal die beiden Wagen, nur mit der Technik Washing patiniert. Natürlich kann man hier noch viel mehr machen, wie z.B. Details weiter hervorheben, Puffer fett andeuten und Highlight setzen. Viel Spaß beim Probieren

danach



Da ich dieses Modell zweifach habe, bot es sich an gleich beide Wagen zu überarbeiten.

zuvor



danach



und hier mal im Zugverband

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